Energieminister im Gespräch mit WindBauern

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Am 28. Januar 2014 fand in Rostock ein Runder Tisch mit den Vertretern der Windbranche und Mecklenburg-Vorpommerns neuem Energieminister, Herrn Christian Pegel, statt. Das Treffen drehte sich zum größten Teil um das am 30. Januar stattfindende Gespräch mit Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel in Berlin und bot Herrn Pegel die Möglichkeit, sich ein Bild der Windbranche und der Lobbyarbeit im Norden zu machen, um auch die Interessen des Bundeslandes sowie der Windbranche adäquat zu vertreten. Wesentliche Punkte des Zusammentreffens waren die Onshore- und Offshore-Diskussion mit den entsprechenden EEG-Richtlinien sowie Vergütungsfestlegungen. Grundsätzlich waren sich alle einig, dass eine Förderung von Onshorestrom i.H.v. 9ct. die Branche in ihrer Weiterentwicklung unterstützen.

Im Zusammenhang mit der regionalen Wertschöpfung, welche zunehmend für die Regionen des Bundeslandes und die ausgewiesenen Windeignungsgebiete (WEG) ein wesentliches Thema darstellen und einer fairen Beteiligung der Kommunen an den entstehenden Windparks, wurde unisono eine Ausschreibung der WEG als problematisch empfunden. Seitens der Städte und Gemeinden sind Planungs- und Finanzierungssicherheiten grundsätzliche Eckpunkte für die Realisierung von Windparks. Durch Ausschreibungen besteht de facto die Gefahr, dass regionale Unternehmen auf der Strecke bleiben, Projekte abgebrochen oder nicht realisiert werden und beträchtliche Summen in den Sand gesetzt werden könnten. Rendite und Bürgerbeteiligungen würden auf ein vernachlässigbares Niveau sinken.

Oben genannte Punkte wiederholen sich in der Problematik der Offshore-Projekte, da regionale, oft mittelständische Unternehmen maximal als Dienstleister für die Projekte herhalten und eine regionale Wertschöpfung somit nicht zu erwarten ist.

Bedeckt hält sich die Politik auch im Bereich der Speicherlösungen bzw. der Förderung der Forschung für Speichermöglichkeiten von Windstrom. Der Minister deutete an, diese Art der Kommunikation fort zu führen. Für uns als „WindBauern“ ist das eine sehr gute Möglichkeit, im engen Dialog mit dem Energieministerium des Landes MV die Themen des EEG und die Energiewende im Allgemeinen weiterhin gemeinsam zu erörtern.

31.01.2014